Modellprojekt

Das Amt für Jugend und Familie startet mit dem Mittelschulverbund Bobingen – Großaitingen und den dazugehörenden Kommunen in eine Bildungspartnerschaft unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Universität Augsburg

von links: Die beiden Jugendsozialarbeiter Erich Zitzmann und Nadja Fuchs-Meerkamp, Rektor Ulrich Bathe, Rektorin Jutta Gasteiger, Myriam Pannke vom Lehrstuhl Pädagogik/ Erwachsenenbildung der Universität Augsburg, Doris Stuhlmiller vom Amt für Jugend und Familie, Verena Nittmann, Dipl. Pädagogin an der Universität Augsburg und Jugendsozialpädagogin in Diedorf

Schuljahr 2010 /2011:

Auftakt zumModellprojekt „Jugendhilfe im Mittelschulverbund Bobingen – Großaitingen“

Der Mittelschulverbund Bobingen - Großaitingen zeichnet sich durch ein besonderes Qualitätsmerkmal aus: Die Jugendhilfe des Landkreises Augsburg tritt mit beiden Schulen und Kommunen in eine Bildungspartnerschaft und optimiert dadurch das breite Bildungsangebot vor Ort. Unter Federführung von Frau Doris Stuhlmiller von der Jugendhilfe entsteht ein kommunaler Bildungsplan, in dem der Bestand und Bedarf vor Ort ermittelt werden. Durch die Vernetzung aller Bildungs- und Jugendeinrichtungen der beiden Kommunen gewinnen alle von den Erfahrungen der anderen. Zusätzlich werden die Kinder und Jugendlichen mit verstärkten personellen und pädagogischen Ressourcen in ihrer Entwicklung unterstützt. Besonders positiv wirkt sich dabei die zusätzliche halbe Jugendsozialarbeiterstelle für beide Schulen aus. Herr Erich Zitzmann, der schon lange wertvolle Arbeit an der Dr. Jaufmann - Mittelschule Bobingen leistet, verteilt diese halbe Stelle zu zwei Dritteln auf Bobingen und zu einem Drittel, d.h. 6,5 Stunden auf Großaitingen. Er übernimmt vor allem die Jungenarbeit, die Begleitung der Jugendlichen auf dem Weg zum Beruf und die Elternarbeit. Auch Frau Fuchs- Meerkamp konnte ihr Stundenkontingent um zwei Stunden aufstocken und kann dadurch intensivere Präventions- und Einzelfallarbeit in der Grundschule leisten.
Im Rahmen dieses Modellprojektes wird verstärkt konzeptionell und institutionsübergreifend gearbeitet. Nicht nur die Mittelschulen, sondern auch die Grundschulen, Kindertagesstätten und die Jugendarbeit der Kommunen erarbeiten ein gemeinsames Konzept und können von gegenseitigen Erfahrungen und Ressourcen profitieren. Das erste Modul, das die Schulen gemeinsam angehen ist das Thema „Demokratie in der Schule“. Hierbei soll zunächst die Selbstorganisation und Selbstmotivation der Schülerinnen und Schüler in der Mittelschule der Schwerpunkt sein. Die Grundschule erarbeitet in diesem Rahmen ein Erziehungskonzept, in dem die Kinder mehr Eigenverantwortung für ihr Denken und Handeln übernehmen sollen.
Damit die Bedürfnisse der einzelnen Schulen immer im Blickpunkt bleiben und die Ziele nicht aus den Augen verloren werden, wird das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet durch Frau Myriam Pannke und Frau Verena Nittmann von der Universität Augsburg, die mit diesem Thema promoviert. Von beiden Schulen wird sich ein Lehrerteam bilden, das mit Unterstützung durch das Amt für Jugendhilfe und die Universität Augsburg in Form eines Projektbeirats die gemeinsamen und Einrichtungsspezifischen Entwicklungen steuert.